Postanthropozäne Welten gestalten

Basierend auf Ansätzen des Spekulativen Designs und der Spekulativen Fiktionen rufen wir in der Kollisionswoche das Zeitalter des Postanthropozän aus. In Team- und Einzelarbeiten gestalten wir Zukunftszenarien und Objekte aus einer Welt, in welcher der Klimawandel seinen Höhepunkt erreicht hat. Zwischen Dystopie und Utopie:

(1) Dystopie

Die natürlichen Ökosysteme auf der Erde sind zusammengebrochen. 

Biodiversität ist Monokultur gewichen. Jeder Fleck auf der Erde ist kultiviert, um, von Effizienz getrieben, den größtmöglichen Ertrag zu liefern.

Das, über Millionen von Jahre gewachsene, Netzwerk aus natürlichen Bioakteuren ist tot. Wir haben Löcher in das Netz gerissen und damit das Erdgewebe – und unseren eigenen Nährboden – zerstört. Darunter finden wir nur tote Erde. 

Willkommen in der Wüste der Realität.

(2) Utopie

Eine hyperreale Biosphäre. Wir haben Gaia nicht nur unterworfen, sondern sie als Gaia-A.I. neu erschaffen. Alles löst sich auf in den Planspielen einer simulierten Umwelt. 

Eco-Engineering, an der Schnittstelle zwischen synthetischer Biologie und Kybernetik, virtualisiert die Umwelt, programmiert die fehlenden Verbindungen und schafft in biologischen Manufakturen die synthetischen Flicken für das zerfetzte Ökosystem unserer Erde. Artifizielle Biofakte breiten sich über der Welt aus und erschaffen das, was schon da war – nur leistungsstärker, effizienter und lukrativer. 

Willkommen im Postanthropozän – einer Zeit nach der Natur.

Die besten Ergebnisse des Kurses werden Teil einer Ausstellung zum Vorspiel der Transmediale 2020 im designtransfer an der UdK.

Projektleiter*innen:

Gosia Warrink (Visuelle Kommunikation)
Wenzel Mehnert (GWK)

Veranstaltungsort:

Grunewaldstr. 2-5, Raum 310

Teilnehmer*innenzahl:

20

Sprachen:

deutsch / english

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