Barrieren & Barrikaden

Wer als Künstler*in ideellen und materiellen Erfolg haben will, muss in der Regel eine  Kunsthochschule besuchen. Aber obwohl die Hochschulen und große Teile der Kunstwelt öffentlich finanziert werden, ist der Zugang nur formal für alle offen. Kunsthochschulen sind einer der exklusivsten und elitärsten Institutionen überhaupt. Das liegt an unseren tradtionellen Kunstbegriffen, die darüber entscheiden, was gute Kunst ist und was nicht. Was gute Kunst ist, hängt aber nicht nur von den künstlerischen Arbeiten, sondern genau so sehr von sozialen Privilegien und Diskriminierungen im Kunstfeld ab.

Seit den 1970er Jahren haben verschiedene Identitätspolitiken wie (Queer*-) feministische und Anti-rassisistische (Kunst-)Projekte zumindest einigen benachteiligten Gruppen geholfen, Barrieren in der Kunst zu überwinden. Immer wieder stellt sich die Frage: In den bestehenden Strukturen durchsetzen oder eigene aufbauen? Welche Kritik wird heute auf Barrieren und Barrikaden ausgefochten? Neuerdings werden Fragen nach Gleichstellung (in der Kunst) als « Politische Korrektheit » abgetan. Das Seminar bietet einen Raum für Erfahrungsaustausch, wie diese legitimen Ansprüche verteidigt und immer wieder aktualisiert werden können.

Projektleiter*innen:
Michael Annoff, FH Potsdam
Nuray Demir, Wiener Festwochen

 

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