Der Stoff zwischen den Dingen. Textile Experimente im öffentlichen Raum

Wir lesen den öffentlichen Raum als eine Potentialfläche für künstlerischen, politischen und sozialen Ausdruck. Im Rahme der Kollisionen-Woche widmen wir uns diesen Ausdrucksformen und ihren Zeichen. Dabei nimmt ein kollektives Experiment aus Textil die Textur der Stadt auf und schreibt sie weiter.

Angestrebt ist die Arbeit mit dem Haus der Statistik am Alexanderplatz, welches mit seinen 40.000 m2 seit 10 Jahren leer steht und sich momentan im Umbruch befindet. Die offene Fassade aus teilweisen glaslosen Plattenbauelementen – geschmückt derzeit vom Schriftzug STOP WARS – beflügelt die Vorstellungskraft und deutet auf einen Ort für reale Utopien hin. Nach ersten Inputs und Diskussionen entwickeln die Teilnehmenden Ideen für die textile Experimente mit der Fassade. Konfrontiert mit dem Prozess der Raumproduktion hinter dem Gebäude sowie mit seiner Textur und Erscheinung im öffentlichen Raum werden Entwürfe entwickelt, die bestimmte Beziehungen aufnehmen und thematisieren. Als Abschluss des Workshops sind das performative Anbringen der realisierten Stoffinterventionen sowie seine Dokumentation geplant.

 

Projektleiter*innen:

Anna Kokalanova (Architektur)
Raul Walch (Bildhauer)

 

Themen (stichwortartig):

Stadt, Öffentlicher Raum, Kunst, Textilexperiment

 

Disziplinen / Ansätze:

Kunst, Architektur

 

Veranstaltungsort:

Hardenbergstr. 33,
Atelier 401

 

Treffpunkt:

N.N.

 

Teilnehmer*innenzahl:

25

 

Sprachen:

deutsch / englisch

 

Anna Kokalanova (1983) arbeitet derzeit an ihrer Doktorarbeit zu „Räumlichen Ankommenspraktiken von Bulgarischen Roma in Berlin“. In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf die informelle und temporäre Ausdrucksformen und Gestaltungspraktiken der Stadt. Annas Erfahrung in der Praxis inkludiert u.a. die Realisierung von einer Reihe performativer Interventionen im öffentlichen Raum mit dem Kollektiv spacedepartment. Seit April 2017 ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der UdK tätig.
Raul Walch (1980) überschreitet in seiner künstlerischen Praxis die Grenzen gängiger Kunst-Genres. Er arbeitet als Bildhauer und Konzeptkünstler, schlüpft in seinen Arbeiten aber ebenso natürlich in die Rolle des Performers oder Forschers. Im Mittelpunkt steht immer eine unkonventionelle, künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Realität. Die spielerischen Arbeiten und Aktionen von Walch sind oft ephemere und vor allem ortsspezifische Interventionen, die auf ihr Umfeld eingehen.

 

Slides aus der Projektbörse

 

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