Wort_Körper_Ton

Mündlichen Erzählen und experimentelles Musizieren sollen anhand ihrer jeweiligen Besonderheiten neu ausgelotet werden. Wie ergänzen sie sich? Worin ähneln, worin unterscheiden sie sich?

Der naheliegenden Versuchung, einfach eine Geschichte mit Geräuschen zu untermalen werden wir wahrscheinlich ersteinmal lustvoll erliegen um dann in einen offeneren Raum aufzubrechen, in dem nicht mehr klar ist, was Erzählen und was Musik ist, was Geschichte und was Klang.

Der Mensch als Homo Narrans: Der Mensch ist ohne Erzählungen undenkbar. Was passiert aber, wenn er mit einer Welt in Kontakt kommt, die keine Geschichte re-präsentiert, sondern ganz eigenständig Klang ist, der nur sich selbst in diesem Moment präsentiert? Wann sind Worte auf einmal Musik? Wie kann ein Soundscape Welten schaffen, die Geschichten gebären kann und umgekehrt? Können Töne sprechen? Schweigen?

Wir werden mit Stimmen und Körpern, Musikinstrumenten und Alltagsgeräuschen praktisch experimentieren.

Die Arbeitsansätze des Erzählens bauen auf der freien Mündlichkeit und beinhalten unter anderem Mnemo- und Visualisierungstechniken, Improvisation und Chorusarbeit. Das verwendete Material sind eigene Erfahrungen und Erlebnisse ebenso wie überlieferte Erzählungen.

Die musikalischen Improvisations-und Kompositionstechniken können wir je nach Wünschen und Vorkenntnissen der Teilnehmenden aus Spielformen der klassischen, experimentellen Musik, des Jazz, der neuen Musik oder der Vokalmusik nehmen.

Projektleiter*innen:
Ragnhild A. Mørch , ZIW
Maja von Kriegstein, Musik

 

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