Mickey meets ursus arctos horribilis. Der ‘animalische Blick’ als Gestaltungsstrategie.

Im Kollisionsprojekt wollen wir uns den Tieren auf vielfältiger Weise annähern mittels kulturwissenschaftlicher Scharfstellung, performativen Strategien und materieller Verschiebung. Den Ausgangspunkt bildet dazu ein aktuelles Projekt aus Eurem Studium, welches wir gemeinsam neu mit Hilfe des ‘animalischen Blicks’ perspektivieren und umgestalten werden.

 

Projektleiter*innen:

Prof. Wowo Kraus (Modedesign)
Dr. Renate Stauss (Modetheorie)
Prof. Sandra Noeth (Tanz)
Anna Lukasek (Artistic Research)

 

Themen (stichwortartig):

Tiere, Design, Tanz, Leder

 

Disziplinen / Ansätze:

Design, Kulturwissenschaft, Performativität, Animal Studies

 

Besonders empfohlen für:

ab 3. Semester

 

Veranstaltungsort:

Straße des 17. Juni 118,
Aula, 4. OG

 

Teilnehmer*innenzahl:

25

 

Sprachen:

deutsch

 

Wowo (Waldemar) Kraus studierte Modedesign am London College of Fashion und an der Middlesex University in London. Nach seinem Bachelor zog er 2005 nach Paris, wo er am Institut Francais de la Mode seinen Master abschloss. Im Rahmen seines Masters kollaborierte er mit Labels wie Louis Vuitton und Nike. Nach dem Master folgte ein Aufenthalt bei Maison Martin Margiela im Artisanal Line Studio. Im Juni 2007 folgte der Umzug nach Italien (Bologna, dann Florenz) ins Accessoire-Team von Emilio Pucci. 2009 fing er als Dozent am Polimoda Institut für Modedesign und Marketing in Florenz an, wo er bis 2014 Bachelor- und Master-Graduierte in den Bereichen Womens- und Menswear, Accessories und Styling unterrichtete. Parallel dazu war Wowo Kraus als Fashion und Research Consultant für private Kunden tätig. Seit Oktober 2014 ist er Professor für Modedesign an der UdK Berlin.
Renate Stauss arbeitet seit 2003 als Dozentin für Modetheorie, cultural studies und Kulturgeschichte der Mode in London, Paris und Berlin. Von 2004 bis 2015 war sie im Department of Critical Studies am Royal College of Art in London angestellt. In dieser Zeit unterrichtete sie auch am Central Saint Martins College of Art & Design und am Goldsmiths College. Derzeit ist sie Gastdozentin im Department of Global Communications an der American University Paris und an der Universität der Künste in Berlin. Der Schwerpunkt ihrer Lehre und im Schreiben liegt auf der Soziologie und Politik von Mode und Kleidung mit Themen wie die Beziehung von Kleidung und Identität, Mode im Sozialismus, Globalisierung der Modeindustrie, Mode als Prozess, Diskurse der Nachhaltigkeit, und die sensorische Bedeutung von Kleidung.
Sandra Noeth ist Professorin am HZT – Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin und arbeitet international als Kuratorin und Dramaturgin in freien und institutionellen Kontexten. Als Leiterin der Dramaturgie- und Forschungsabteilung am Tanzquartier Wien (2009–2014) entwickelte sie eine Reihe von Projekten zu Konzepten und Praktiken von Verantwortung, Religion, Integrität und Protest im Verbindung mit Körpern. Sie beschäftigt sich im Schwerpunkt mit ethischen und politischen Perspektiven auf Körperpraxis und -theorie sowie mit Dramaturgie im Kontext körper-zentrierter Darstellender Künste. Ihre Dissertation beschäftigt sich mit der ineinandergreifenden Erfahrung von Grenze und von Kollektivität am Beispiel künstlerischer Arbeiten aus dem Libanon und aus Palästina. Als Dozentin ist Sandra Noeth u.a. an der DOCH/Stockholm University of the Arts (Senior Lecturer seit 2012) und dem HWP-Programm bei ashkal alwan, Beirut tätig (Gastprofessur 2015–16).
Anna Lukasek studierte Modedesign (B.A.) und Produktdesign (M.A.) an der Universität der Künste Berlin. Danach absolvierte sie ein Traineeship bei Alexander McQueen in London. Gegenwärtig promoviert sie zum Thema „Das Kuscheltier im Zeichen des Animal Turn“ an der Bauhaus-Universität Weimar im Promotionsstudiengang Kunst und Design an der Fakultät Gestaltung. Das practice based-Projekt wird von Prof. Dr. Michael Lüthy (Bauhaus-Universität Weimar) und Prof. Axel Kufus (Universität der Künste Berlin) betreut. Sie ist derzeit Gastwissenschaftlerin am Museum für Naturkunde Berlin.

 

Slides aus der Projektbörse

 

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